Wettbewerb Ersatzneubau Campus Deutz – Hörsaalzentrum TH Köln
Köln, Deutschland

2018

Wettbewerb

TYP

Bildung

Wettbewerb

2018

Architekt

Hillmer und Richter Architekten GmbH, Hamburg

Bauherr

Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Niederlassung Köln

BGF

8.000 m²

Gemäß der anspruchsvollen Wettbewerbsauslobung beabsichtigt die Technische Hochschule Köln mit der Stapelung des zentralen und weit in den Campus und in die Gesellschaft ausstrahlenden Hörsaal- und Bildungselements, tradierte Wege zu verlassen und „neue“ Möglichkeiten zu schaffen, Hochschule im verdichteten urbanen Umfeld nachhaltig und effizient zu gestalten !
Unser zentraler Hochschulkörper folgt diesem Vorhaben mit großer Begeisterung und überführt es mit Hilfe eines skulptural geprägten Raumplanes in die vielfältige, offene und innovative Erlebnis- und Bildungswelt des Campus Deutz.

Idee und architektonisches Konzept unserer neuen Bildungswelt sind städtisch kompakt, stapeln die gewöhnlich zu ebener Erde angeordneten und öffentlich bespielten zentralen Funktionen des Campus in die Höhe und inszenieren diesen in vielerlei Hinsicht herausfordernden Versammlungs- und Bildungsansatz mit Hilfe einer spannungs- und abwechslungsreichen Partitur von Raumfolgen folgender zentraler Themen, Melodien und Instrumente -

Zentrum und Herz dieses Raumplanes bildet ein „Hörsaal-Huckepack“ aus den größten Sälen mit „ebenerdiger“ Evakuierung direkt ins „Freie“. Damit leisten wir zum einen den wesentlichen Beitrag zur Optimierung von notwendigen vertikalen Infrastrukturen der „Stapelei“. Darüber hinaus mutiert der Körper des Audimax vom Abbild einer Entwicklung diverser Hörsaalniveaus und -tribünen zu einer Gesamtskulptur – er spannt sich vom EG in das 1.OG und prägt als erlebbare, verknüpfende und „begehbare Skulptur“ die neue Mitte des Ensembles. Seine Untersicht bildet das „Dach“ und den Raum der darunter angeordneten weiteren Hörsäle, die wiederum mit Hilfe eines hier verorteten Patios weit in den Außen- und Übergangsbereich zur Nachbarschaft ausstrahlen und neben einer gewünschten fußläufigen Ver- und Anbindung an die Architekturfakultät mit Hilfe „fließender Innen- und Außenräume“ für das „Anknüpfen“ an das identifikationsstiftende Merkmal der „neuen TH Köln“ sorgt und selbiges räumlich konkretisiert;

Auf dem Dach der Audimax-Skulptur ergreift eine im 2.OG verortete „Plaza“ die Chance, sich als abwechslungsreiches Hörsaal-Pendant zum kommunikativen Zentrum des „Ensembles in Hochlage“ zu etablieren. Alle Elemente und Funktionsbausteine des Zentrums bilden sich hier ab, sind natürlich über die Plaza belichtet und bieten eine optimale Orientierung, Übersichtlichkeit , Sicherheit und Identifikation des Zentrums.
Den Abschluss des Raumplanes bilden ruhigere Arbeits- und Projektbereiche im 3. Obergeschoss - eine hier angeordnete Dachterrasse in Höhenlage des gegenüberliegenden Altbaus sorgt für eine harmonische städtebauliche Integration in das Bildungsquartier des Campus Deutz.